Gratis online lernen: Ein offner Online-Kurs zum Lernen im Netz

 

 

Sandra Schön und Martin Ebner veranstalten ab dem 20.10.2014 einen offenen Online-Kurs zum Lernen im Netz.

Gratis Online Lernen startet am 20.10.2014

Worum geht es in dem Kurs?

Es gibt viele Möglichkeiten, mit dem Web zu lernen. Im Online-Kurs „Gratis online lernen“ wird gezeigt, wie es am besten gelingt, sich kostenfrei mit dem Internet weiterzubilden. Tipps und Tricks zum erfolgreichen Selberlernen und beim Suchen von hilfreichen Videos, von kostenfreien Kursen oder anderen Lernangeboten werden dabei gegeben.

Einführende Videos, Arbeitsmaterial und kurze Überprüfungsmöglichkeiten bieten Anregungen, Übungs- und Vertiefungsmöglichkeiten. Im Diskussionsforum ist der Austausch mit anderen Lernerinnen und Lernern möglich, denn selber lernen muss nicht heißen alleine lernen zu müssen. Die Kursteilnahme ist für alle offen und kostenfrei. Voraussetzung für die Teilnahme sind einfache, erste Grundkenntnisse im Umgang mit dem Internet sowie eine E-Mail-Adresse.

Wie kann man dabei sein?

Hier geht es zur Kursanmeldung.

Weiterhin werden noch Multiplikatoren gesucht, die ordentlich die Werbetrommel rühren. Informationen dazu gibt es hier.

Wie wir Konnektivismus erklärt haben

Hier war es ja langezeit still, aber vor allem, weil es gerade beim ersten Sächsischen Open Online Course heiß her geht. Die Auseinandersetzung und didaktischen Fragen sind hier ganz anders, aber ev. auch für die Leser diese Blogs interessant.
Ich bringe den SOOC übrigens als Lehr-Lern-Projekt in Modul 3 des HDS ein.

SOOC13

Im Blogbeitrag zu den studentischen Medientagen habe ich es ja bereits angekündigt: Wie erklärt man Konnektivismus mithilfe eines Luftballons?

Bei der Planung meines Vortrags kam mir ein Teil recht trocken vor: Die Theorie zum Konnektivismus. In unserem Abstract (unveröffentlicht) las sich das noch so:

[…] Konnektivismus: Lernen durch Vernetzung

Der Artikel „Connectivism: A Learning Theory for the Digital Age” von George Siemens wird in einer Anmerkung der Herausgeber als ein Meilenstein bezeichnet (Siemens, 2005). Er betont, dass neben dem Fakten- (Know what) und Handlungswissen (Know how) auch das Wissen über Informationsquellen (Know where) eine immer stärkere Bedeutung erhält. Neben Einflüssen der Chaostheorie, die die zufälligen Aspekte von Lernprozessen erklärt, steht vor allem die Netzwerktheorie für das neue Lernverständnis Pate: Da ein Mensch allein unmöglich sämtliches Wissen in auch nur einem Fachbereich fassen kann, ist es wichtig für ihn, Netzwerke zu entwickeln, die ihm im Bedarfsfall das Lernen erleichtern oder…

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[Publikation] FC WInf: Flipped Classroom in der Wirtschaftsinformatik

Kommende Woche, genauer gesagt am 20.09.2012 werden Annett und ich unseren Beitrag „FC WInf: Flipped Classroom in der Wirtschaftsinformatik“ beim Workshop on E-Learning (#wel12) vorstellen. Es geht dabei um eine Idee, die Großlehrveranstaltung „Grundlagen der Wirtschaftsinformatik“ mit über 300 Stundenten aus über 10 verschiedenen Studiengängen in ein Flipped-Classroom-Konzept zu überführen. Leider besteht die Idee noch auf dem Papier und wird wohl frühestens im nächsten Jahr umgesetzt werden können (der Antrag dazu ist in Arbeit), aber wir freuen uns auf die Diskussion des Konzepts in der Community. Schließlich hat sich das Übungskonzept seit fast 10 Jahren nicht so wesentlich verändert und das neue Konzept verspricht schon jetzt einige Herausforderungen. Und da wollen wir natürlich so wenig wie möglich Fehler machen, denn „mit Studenten spielt man nicht [unbedacht und fahrlässig]“ (frei nach R.K., Ergäzung von mir).

Da die Veröffentlichung der Beiträge vorab eher unwahrscheinlich ist (auf der derzeit stattfindenden GMW12 wurde das dieses Jahr zum ersten mal erreicht), hier der Text als PrePrint:

Learning by doing im vierten und letzten Workshop

Nachdem wir in den vergangenen drei Workshops den Studenten die Verantwortung dafür übertragen hatten, was zu den Themen Literaturrecherche, Gliedern & Exposé, sowie Zitieren und Textverarbeitung alles gesagt werden muss, blieb der letzte Workshop zum Präsentieren „an uns hängen“. Das lag daran, dass wir schlichtweg nur sechs Studenten hatten, die wir auch jeweils in Zweiergruppen arbeiten lassen wollten und somit für den vierten Workshop keiner mehr übrig blieb. Nicht nur, weil wir die stark frontale Ausrichtung der vorhergehenden Workshops etwas schade fanden, sondern auch, weil wir in begrenzter Zeit dennoch etwas Übung in die Präsentationfähigkeiten bringen wollten entschieden wir uns für eine PowerPoint-Karaoke-Session.

Und damit waren es eigentlich nicht wir, die den Workshop abhielten, sondern unsere Studenten. Denn sie mussten abwechselnd nach vor kommen und die Inhalte, auf die sie sich nicht vorbereitet hatten, präsentieren und wurden stießen dabei – durchaus geplant – in einige der wichtigsten Fallstricke beim wissenschaftlichen Präsentieren. Die Folien hierzu haben wir aufbereitet und auf SlideShare unter einer CreativeCommons-Lizenz zur Verfügung gestellt:

(Update: die Direkteinbindung und -links habe ich mal gekappt, ist sonst zu verlockend, wenn Studenten in diesem Semester darauf stoßen. Liebe Studenten: Bitte nicht kucken, Ihr lernt sonst nur halb so viel im Workshop!)

Während des Workshops kam es immer wieder zu kleineren Diskussionen und Erfahrungsaustauschen darüber, was gute Kniffe und Hilfsmittel sind und was man selbst gut findet und was nicht. Die nicht vorhandenen Goldenen Regeln machen zwar den Weg frei für Kreativität, sorgen aber teilweise auch für Unsicherheiten bei den Studenten.Wir haben daher vor allem Versucht, Möglichkeiten aufzuzeigen und beispielsweise bei der unbeliebten Agenda-Folie Vor- und Nachteile darzustellen. Trotz meiner Begeisterung für Prezi haben wir uns auf seitenbasierte Präsentationstechniken beschränkt. Prezi wäre ein Thema für sich und ist meiner Meinung nach auch nur erfahrenen Vortragenenden (und Vortragshöhrern) zu empfehlen.

Nach ersten Unsicherheiten machte es den Studenten nach eigener Aussage sogar Spaß (Juhu!) und gerade der Übungsfaktor hat ihnen wohl gefallen. Die Kritiken, u. a. auch von Christian, der uns für das HDS-Grundlagenmodul hospitiert hatte, waren durchaus berechtigt (beispielsweise was das schrittweise Einblenden der Zeilen auf einer Seite eher ungeeignet, die Studenten meinten, sie wären mit der kompletten Folie nicht, wie ich vermutet hatte, überordert) und haben wir in dem Foliensatz auch angepasst.

Und gewirkt hat es scheinbar auch: die Probevorträge liefen wesentlich besser als in den Vorsemestern, da hier keine grundlegenden Schnitzer mehr passierten und wir nur noch auf hohem Niveau kritisieren konnte. Generell empfanden wir die diesjährigen Leistungen der Studenten in der Breite besser als in den Vorsemestern. Natürlich können wir auch Glück gehabt haben, aber wir nehmen es als Zeichen, die studentischen Workshops im nächsten Semester wieder zu veranstalten.

HDS-Methodenworkshop kollegiale Beratung und der Backchannel

Im Rahmen des HDS-Grundlagenmoduls fand ein Workshop zur Methode der kollegialen Beratung statt. Da die Gruppe sehr groß war und der Termin nicht allen gleichermaßen passte fand dieser zweimal statt, wobei Annett und ich dadurch je an einem der Termine teilnahmen. Während Annett in einer kleinen Runde mit 3 Teilnehmern + 2 Tutoren arbeiten konnte, waren wir gestern zu siebt (+ 2 Tutoren).

Die Methode untergliedert die Analyse problematischer Lehrfälle dabei in verschiedene Phasen, die strikt durchgezogen werden und vor allem auf verschiedene Brainstorming-Methoden setzen (können). Neben dem Wikipedia-Artikel finden sich eine ganze Reihe weiterer Materialien im Netz, u.a. auch eine Broschüre der IGMetall mit Best Practices (PDF, danke an @AstridChr).

Es mag daran liegen, dass es Montag war oder der Raum viel zu groß oder ich generell das Gefühl hatte, ich müsste ganz viele andere Sachen machen, aber ich war der Methode sehr kritisch gegenüber gestimmt. Da ich aber auch weiß, dass mir neue Methoden nur dann etwas bringen, wenn ich mich drauf einlasse, suchte ich nach Motivation.

Und tatsächlich, einige Follower kannten die Methode – und mochten sie sogar:

Gut, damit war die Motivation und das Vertrauen, dass es eventuell sinnvoll sein könnte, gestärkt und zudem ein Backchannel offen, über den ich weitere Perspektiven zu der Methode einfangen konnte.

Im Workshop diskutierten wir zwei Fälle der Teilnehmer

  • Fall 1: Wie sollte mit quatschenden und dadurch störenden Gruppen in Vorlesungen umgegangen werden
  • Fall 2: Wie sollte mit Studenten umgegangen werden, die sich nicht an Vereinbarungen halten (in diesem Fall war es das nicht-Einhalten eines Besprechungstermins für ein Referat)

Während im ersten Versuch die Tutoren noch Moderation und Dokumentation übernahmen, wurden diese Aufgaben im zweiten Fall auf uns übertragen. Da ich die Rolle der Dokumentation übernahm kann ich auch die Lösungsvorschläge zum zweiten Fall verraten:

  • Vereinbarung online stellen und Erwartung, dass das gelesen werden muss, muss kommuniziert werden
  • Wiederholt kommunizieren
  • Verbindlichkeit verstärken, auch im gesamten Institut kommunizieren
  • Anwesenheitspflicht erzeugen
  • Referat ohne Absprache nicht halten lassen

So ganz warm geworden mit ich damit dennoch nicht (im Gegensatz zu anderen Ansätzen aus dem ersten Workshop, die ich nun verstärkt einsetze). Einerseits liegt es für mich oft näher, Kollegen einfach so auch mal um Rat zu fragen. Das machen wir regelmäßig und bei gemeinsam vorbereiteten Lehrveranstaltungen geschieht es ohnehin. Durch die Brainstorming-Ansätze werden aber sehr viele Ideen eingefangen, was für eher komplexe und vielseitige Probleme passend zu sein scheint.

Bereits in der zweiten Runde hatten wir das Vorgehen ein wenig abgeändert (Notieren der Hypothesen auf Zetteln statt sie zu formulieren, wenn wir sie ohnehin nicht diskutieren sollen) und es war nicht schlecht. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass eine „normale“ Diskussion unter Lehrenden zu ähnlichen Ergebnissen führen würde. Aber wer weiß.

Annett, die den kleineren Workshop besucht hatte, hatte hier mehr für sich mitgenommen.

So unterschiedlich kann es laufen. Vielleicht teilt sie ihre Erfahrungen in enem zweiten Blogpost oder den Kommentaren…?

Anjas Blog

Seit einer guten Woche bin ich nun aus Bad Reichenhall zurück und verfolge die „Nachbeben“ von L3T’s Work auf den bekannten Kanälen (Blog, Twitter). Neben den veröffentlichten Videos (1, 2, 3, 4), die während der Veranstaltung aufgenommen und bereits zur Abschlusspräsentation geschnitten und vorführfertig(!) waren, veröffentlichen einige Teilnehmer ihre persönlichen Eindrücke in ihren Blogs. Das Feedback ist dabei durchweg positiv ohne zu einer Lobhudelei auszuarten (die an vielen Stellen nicht unverdient wäre) und auch nicht ohne einige nicht ganz so glatt gelaufenen Methoden anzusprechen (ich sag nur: Summen als Abstimmungsmethode kommt wohl in die Schublade „Trial but Error“). Ich will das in diesem Post auch mal versuchen und dabei gemäß des Leitspruchs „eat your own dogfeed“ nach dem 5-Finger-Feedback machen, mit der wir unsere Studenten im Seminar zu konstruktiven Rückmeldungen nötigen.

„Das war super!“

Hier ist es schwer, auszuwählen, hervorheben woll…

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Dritter Workshop „Zitieren und Textverarbeitung“

Der nun letzte Workshop, den die Studenten vorbereitet hatten, beschäftigte sich mit den leidigen Themenbereichen Zitieren und Textverarbeitung. Aus unseren Erfahrungen der vorhergehenden Seminaren scheinen die Studenten hierüber zwar gut informiert, bei der Korrektur von studentischen Arbeiten finden wir hier aber immer wieder größere und grundlegende Probleme. Mit dem Word-Template, das seit kurzem durch unsere Lehrstühle zur Verfügung gestellt wird (für LaTeX stellt die TU Chemnitz schon eine Weile ein Template bereit), werden viele generelle Formatierungsfragen bereits gelöst. Dennoch gibt es klassische Stolperfallen, bei denen wir es wichtig fanden, dass sie noch einmal in einem Workshop zusammengetragen werden.

„Citation needed“ by futureatlas.com (CC-BY)

Der Workshop wurde von den beiden Studenten im Frontalvortrag gehalten, die Erläuterungen waren anschaulich und nachvollziehbar. Die Kommunikation mit den anderen Teilnehmern fand dagegen nur selten statt, was es uns und letztendlich auch den Workshop-Leitern natürlich die Einschätzung etwas erschwert, wie die anderen Teilenehmer dem Workshop folgen können und ob es noch grundlegende Fragen gibt.

Word vs. LaTeX

Die beiden Workshop-Leiter sind Studenten der Wirtschaftsmathematik, weshalb wir sie geradezu davon abhalten mussten, sich in ihrem Vortrag nur auf dieses Tool zur Textverarbeitung zu beziehen. Zwar hatten sowohl Annett und ich unsere Abschlussarbeiten mit LaTeX geschrieben, genau deshalb war uns aber auch bewusst, dass der Einstieg hier sehr schwer ist (und jeder LaTeX-Nutzer kann das wahrscheinlich bestätigen). der Großteil unserer Studenten arbeitet mit Word und ich glaube, hieran wird sich ohne bequemen WYSIWYG-Editor auch nichts ändern (und der wird vermutlich nie kommen, da wir TeXies die Code-Friemelei so lieben😉 aber LyX ist doch schon ganz nett).

Die ursprüngliche Ausrichtung auf LaTeX brachte nicht nur mit Beamer erstellten Folien mit sich, sondern auch, dass im Workshop auch auf typische „LaTeX-Fragen“ eingegangen und auf Word übertragen wurden: Unterschiede zwischen Zeilen-, Absatz- und Seitenumbrüchen, Umgebungen für Bilder und Tabellen, Arten zur Seitennummerierung und so weiter. Das sind üblicherweise keine Fragen, die sich der Word-Nutzer stellt, LaTeX-Anwender aber gleich von Anfang an bemerken. Dass diese andere Perspektive diese Inhalte mit sich bringt, hätte ich selbst nicht so gedacht. Eine kleine LaTeX-Einführung gab es dann trotzdem, was die anderen Studierenden (zumindest nach dem 5-Finger-Feddback, was immer besser funktioniert) auch als positiv angemerkt hatten, da die meisten LaTeX vorher nicht kannten. in der kurzen Zeit gab es natürlich keine Möglichkeit, tief in LaTeX einzusteigen, aber das war an dieser Stelle auch nicht nötig.

Dann sind wir wohl bald dran…

Damit war der letzte Workshop der Studenten um. Etwas später im Semester werden Annett und ich noch einen Workshop zum Präsentieren veranstalten. Nach den ganzen Reflexionen hier im Blog haben wir uns die Latte natürlich selbst etwas hoch gehängt. Dazu kommt noch, dass wir zu diesem Termin sehr wahrscheinlich von weiteren Teilnehmern des HDS-Kurses hospitiert werden. Aber wir haben da schon eine Idee…

Workshop Nummer Zwei: Gliedern und Exposé

Unser Workshop zum Thema „Gliedern & Exposé“, will ich ihn mal so nennen, obwohl der Begriff Workshop eigentlich impliziert, dass die Teilnehmer aktiv einbezogen werden, hat nun auch stattgefunden. Die vortragenden Studenten entschieden sich für die Variante der Frontal-Präsentation mit klassischen Powerpiont-Folien. Diese waren der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Veranstaltung. Die beiden Studenten haben sich inhaltlich sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt und dies auch sehr gut für die Workshop-Teilnehmer aufbereitet, indem die Folien nur die wichtigsten Informationen beinhalten und für die Arbeit im Nachgang ein Handout bzw. Merkblatt mit etwas ausführlichereren Informationen zur Verfügung gestellt wird. Im Verlauf der Präsentation lies die Aufmerksamkeit der einiger Teilnehmer kurzzeitig etwas nach. Allerdings gelang es den Vortragenden mit anschaulichen Beispielen die Aufmerksamkeit der Zuhörer wieder zu gewinnen.

Einschätzung des Workshops

Aus fachlicher Sicht haben die Studenten das Ziel des Workshops erreicht. Denn alle fachlich und inhaltlich wichtigen Aspekte des Themas wurden sehr gut ausgearbeitet und vorgetragen. Auch die Bereitstellung des Merkblattes wurde von allen Teilnehmern begrüßt und in der Feedback-Runde mehrfach positiv erwähnt.

Apropos Feedback: An dieser Stelle haben wir das 5-Finger-Feedback-Methode eingesetzt.

Nach meiner kurzen Erklärung welcher Finger wofür steht, forderte ich, dass jeder Teilnehmer zu zwei selbstgewählten Fingern etwas sagen sollte. Auch diesmal das gleiche Spiel, wie beim ersten Workshop: keiner der Teilnehmer wollte den Anfang machen. Wobei ihre Anmerkungen den anderen Studenten helfen sollen ihre Fähigkeiten zu verbessern. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sie nichts „falsches“ sagen wollten.

Unser Kollege Robert, der Anja diesmal vertreten hat, ergriff die Initiative und eröffnete die Feedback-Runde. Ob das vor- oder nachteilig war, lässt sich im nachhinein nur schwer sagen. Denn einerseits war so das Eis „gebrochen“, aber andererseits war Roberts Feedback so ausführlich, da ihm zu jedem Finger etwas eingefallen ist, dass die übrigen Teilnehmern kaum auf weitere Aspekte eingingen.

Alles in Allem hat jeder Teilnehmer Feedback gegeben, aber auch das muss geübt sein und das werden wir in den weiteren Workshops tun.

HDS-Grundlagenmodul: Lehren und Lernen an der Hochschule

Wir haben an zwei Tagen mal die Rollen gewechselt und am Grundlagenmodul des HDS zur Hochschuldidaktik angemeldet. Dazu fand am Freitag und Samstag der Einführungsworkshop statt.

Die Workshop-Leiter Angela Weißköppel & Beatrice Hartung setzten dabei selbst einen sehr großen Schwerpunkt auf die Methodenvielfalt: Zur Vermittlung und Diskussion der einzelnen Themen wurden jeweils immer bestimmte Methoden eingesetzt und auch benannt (u.a. Brainwalking, Disney-Methode, Think-Pair-Share, 5-Finger-Feedback), sodass wir neben der inhaltlichen Auseinandersetzung uns auch die Methoden „Bottom Up“ anschauen konnten, um sie gegebenenfalls selbst in der Lehre einzusetzen. Deshalb war bei uns dann auch alles schön bunt und voll mit Edding-beschrifteten Karten und Zettelchen und Flipchart-Blättern… (im Bild: Prof. Stephan Odenwald aus der Sportgerätetechnik, noch so einer, dem die Lehre nicht egal ist).

Die größte Herausforderung scheint bei allen die Hochschulrealität zu sein: viele Studenten, sehr unterschiedliche Studiengänge in einer Vorlesung, Motivation für etwas anderes als den bekannten Frontalunterricht, Zeitknappheit, zu wenig Personal, aber trotzdem den Stoff durchbringen.

Der Workshop ist dabei gleichzeitig der Startschuss gewesen: Bis zum Juli werden wir uns jetzt gegenseitig hospitieren und mal schauen, wie andere das machen, welches Feedback wir geben können und was wir auch selbst mitnehmen. Im Juli folgt noch ein zweiter Workshop und abschließend eine schriftliche Reflexion (zu der dieser Blog eigentlich schon ein Stück weit gehört). Zur Vernetzung zwischen den Terminen versuchen wir es erst einmal mit Communote, schlichtweg weil es da ist. Ob es sich durchsetzt und welche weiteren Tools wir ggf heranziehen werden, wird sich über die Zeit ergeben. Los geht’s!

Erster Workshop zur Literaturrecherche: Ab wann sollte man unterstützen?

Heute lief unser erster Workshop zum Thema „Literaturrecherche“, der von den Studenten in Eingenregie konzipiert und durchgeführt wurde. Sie setzten dabei auf klassische Powerpointfolien, um den Workshop zu führen und wichtigste Punkte festzuhalten, und ein Flipchart um Ergebnisse aus Gruppendiskussionen festzuhalten. Diese verteilten sich gut über den Workshop und drehten sich vor allem um die Erfahrungen und Best Practices der anderen Studenten beim Finden geeigneter Suchbegriffe, Wahl von Suchdatenbanken. Mit einer kleinen Übung wurde das ganze ergänzt: zu einem Beispielthema sollten in 5 Minuten erste Quellen gefunden werden. Bei der Auswertung ging es weniger um die gefundenen Quellen selbst, sondern um die Suchstrategien.

Einschätzung des Workshops

Gerade dieser erste Workshop war für uns mindestens genauso spannend wie für die Studenten. Die freie Gestaltung haben sie ganz gut genutzt: Inhaltlich haben sie sich an die alten Folien bzw. die von uns angelegte Wikiversity-Seite gehalten, was ok ist, denn hier hatten wir ja unserer Best Practices hinterlegt. Bei der methodischen Ausgestaltung war ein roter Faden durch die Folien gesichert, die Diskussionen und das Festhalten der Antworten brachten weitere Punkte und setzten Schwerpunkte.

Beim Formulieren des Feedbacks zum Workshop kam leider keine richtige Diskussion zustande: Die Studenten hielten sich zurück, warteten scheinbar auf unsere Antworten und Einschätzungen, wollten nichts Falsches sagen.

  • Wie können wir hier den Studenten mehr Sicherheit geben?

Selbstreflektion

Als ersten großen Punkt haben wir das Literaturmanagement zu dem Workshop ergänzt, da dieser im Workshop nicht vorkam (und auch nicht so direkt aus dem Literaturrecherche-Thema zu entnehmen war).

Uns beschäftigte hinterher vor allem die Frage:

  • Ab wann darf und soll man eingreifen, ergänzen oder eventuell sogar moderieren?

Beispielsweise war bei der Eröffnung der ersten Diskussionsrunde das Problem, dass wirklich keiner etwas dazu sagen wollte oder konnte. Es entstand eine Stille, bei der die Workshopleiterin nicht ganz wusste, wie sie fortfahren soll. Das Problem kennt glaube ich jeder Dozent und es braucht diese Situationen, um Strategien zu entwickeln, das ganze aufzulösen: jemanden herausgreifen und aktiv ansprechen kostet ein wenig Überwindung. Annett hatte dann mit „Na nun lasst sie/ihn mal nicht so hängen.“ die Gruppe ermutigen können und das ganze aufgelöst, aber ab wann muss man hier eingreifen?

Genauso fiel es mir schwer einzuschätzen, ob wichtige Punkte noch fehlen und ab wann wir sie ergänzen sollten.

  • Hier gibt es sicher kein Geheimrezept, aber vielleicht weitere Best Practices und Erfahrungen aus Lernersicht…?
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