Erster Workshop zur Literaturrecherche: Ab wann sollte man unterstützen?

Heute lief unser erster Workshop zum Thema „Literaturrecherche“, der von den Studenten in Eingenregie konzipiert und durchgeführt wurde. Sie setzten dabei auf klassische Powerpointfolien, um den Workshop zu führen und wichtigste Punkte festzuhalten, und ein Flipchart um Ergebnisse aus Gruppendiskussionen festzuhalten. Diese verteilten sich gut über den Workshop und drehten sich vor allem um die Erfahrungen und Best Practices der anderen Studenten beim Finden geeigneter Suchbegriffe, Wahl von Suchdatenbanken. Mit einer kleinen Übung wurde das ganze ergänzt: zu einem Beispielthema sollten in 5 Minuten erste Quellen gefunden werden. Bei der Auswertung ging es weniger um die gefundenen Quellen selbst, sondern um die Suchstrategien.

Einschätzung des Workshops

Gerade dieser erste Workshop war für uns mindestens genauso spannend wie für die Studenten. Die freie Gestaltung haben sie ganz gut genutzt: Inhaltlich haben sie sich an die alten Folien bzw. die von uns angelegte Wikiversity-Seite gehalten, was ok ist, denn hier hatten wir ja unserer Best Practices hinterlegt. Bei der methodischen Ausgestaltung war ein roter Faden durch die Folien gesichert, die Diskussionen und das Festhalten der Antworten brachten weitere Punkte und setzten Schwerpunkte.

Beim Formulieren des Feedbacks zum Workshop kam leider keine richtige Diskussion zustande: Die Studenten hielten sich zurück, warteten scheinbar auf unsere Antworten und Einschätzungen, wollten nichts Falsches sagen.

  • Wie können wir hier den Studenten mehr Sicherheit geben?

Selbstreflektion

Als ersten großen Punkt haben wir das Literaturmanagement zu dem Workshop ergänzt, da dieser im Workshop nicht vorkam (und auch nicht so direkt aus dem Literaturrecherche-Thema zu entnehmen war).

Uns beschäftigte hinterher vor allem die Frage:

  • Ab wann darf und soll man eingreifen, ergänzen oder eventuell sogar moderieren?

Beispielsweise war bei der Eröffnung der ersten Diskussionsrunde das Problem, dass wirklich keiner etwas dazu sagen wollte oder konnte. Es entstand eine Stille, bei der die Workshopleiterin nicht ganz wusste, wie sie fortfahren soll. Das Problem kennt glaube ich jeder Dozent und es braucht diese Situationen, um Strategien zu entwickeln, das ganze aufzulösen: jemanden herausgreifen und aktiv ansprechen kostet ein wenig Überwindung. Annett hatte dann mit „Na nun lasst sie/ihn mal nicht so hängen.“ die Gruppe ermutigen können und das ganze aufgelöst, aber ab wann muss man hier eingreifen?

Genauso fiel es mir schwer einzuschätzen, ob wichtige Punkte noch fehlen und ab wann wir sie ergänzen sollten.

  • Hier gibt es sicher kein Geheimrezept, aber vielleicht weitere Best Practices und Erfahrungen aus Lernersicht…?
Hinterlasse einen Kommentar

Ein Kommentar

  1. Learning by doing im vierten und letzten Workshop « LehrLauf

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: