Learning by doing im vierten und letzten Workshop

Nachdem wir in den vergangenen drei Workshops den Studenten die Verantwortung dafür übertragen hatten, was zu den Themen Literaturrecherche, Gliedern & Exposé, sowie Zitieren und Textverarbeitung alles gesagt werden muss, blieb der letzte Workshop zum Präsentieren „an uns hängen“. Das lag daran, dass wir schlichtweg nur sechs Studenten hatten, die wir auch jeweils in Zweiergruppen arbeiten lassen wollten und somit für den vierten Workshop keiner mehr übrig blieb. Nicht nur, weil wir die stark frontale Ausrichtung der vorhergehenden Workshops etwas schade fanden, sondern auch, weil wir in begrenzter Zeit dennoch etwas Übung in die Präsentationfähigkeiten bringen wollten entschieden wir uns für eine PowerPoint-Karaoke-Session.

Und damit waren es eigentlich nicht wir, die den Workshop abhielten, sondern unsere Studenten. Denn sie mussten abwechselnd nach vor kommen und die Inhalte, auf die sie sich nicht vorbereitet hatten, präsentieren und wurden stießen dabei – durchaus geplant – in einige der wichtigsten Fallstricke beim wissenschaftlichen Präsentieren. Die Folien hierzu haben wir aufbereitet und auf SlideShare unter einer CreativeCommons-Lizenz zur Verfügung gestellt:

(Update: die Direkteinbindung und -links habe ich mal gekappt, ist sonst zu verlockend, wenn Studenten in diesem Semester darauf stoßen. Liebe Studenten: Bitte nicht kucken, Ihr lernt sonst nur halb so viel im Workshop!)

Während des Workshops kam es immer wieder zu kleineren Diskussionen und Erfahrungsaustauschen darüber, was gute Kniffe und Hilfsmittel sind und was man selbst gut findet und was nicht. Die nicht vorhandenen Goldenen Regeln machen zwar den Weg frei für Kreativität, sorgen aber teilweise auch für Unsicherheiten bei den Studenten.Wir haben daher vor allem Versucht, Möglichkeiten aufzuzeigen und beispielsweise bei der unbeliebten Agenda-Folie Vor- und Nachteile darzustellen. Trotz meiner Begeisterung für Prezi haben wir uns auf seitenbasierte Präsentationstechniken beschränkt. Prezi wäre ein Thema für sich und ist meiner Meinung nach auch nur erfahrenen Vortragenenden (und Vortragshöhrern) zu empfehlen.

Nach ersten Unsicherheiten machte es den Studenten nach eigener Aussage sogar Spaß (Juhu!) und gerade der Übungsfaktor hat ihnen wohl gefallen. Die Kritiken, u. a. auch von Christian, der uns für das HDS-Grundlagenmodul hospitiert hatte, waren durchaus berechtigt (beispielsweise was das schrittweise Einblenden der Zeilen auf einer Seite eher ungeeignet, die Studenten meinten, sie wären mit der kompletten Folie nicht, wie ich vermutet hatte, überordert) und haben wir in dem Foliensatz auch angepasst.

Und gewirkt hat es scheinbar auch: die Probevorträge liefen wesentlich besser als in den Vorsemestern, da hier keine grundlegenden Schnitzer mehr passierten und wir nur noch auf hohem Niveau kritisieren konnte. Generell empfanden wir die diesjährigen Leistungen der Studenten in der Breite besser als in den Vorsemestern. Natürlich können wir auch Glück gehabt haben, aber wir nehmen es als Zeichen, die studentischen Workshops im nächsten Semester wieder zu veranstalten.

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