Dritter Workshop „Zitieren und Textverarbeitung“

Der nun letzte Workshop, den die Studenten vorbereitet hatten, beschäftigte sich mit den leidigen Themenbereichen Zitieren und Textverarbeitung. Aus unseren Erfahrungen der vorhergehenden Seminaren scheinen die Studenten hierüber zwar gut informiert, bei der Korrektur von studentischen Arbeiten finden wir hier aber immer wieder größere und grundlegende Probleme. Mit dem Word-Template, das seit kurzem durch unsere Lehrstühle zur Verfügung gestellt wird (für LaTeX stellt die TU Chemnitz schon eine Weile ein Template bereit), werden viele generelle Formatierungsfragen bereits gelöst. Dennoch gibt es klassische Stolperfallen, bei denen wir es wichtig fanden, dass sie noch einmal in einem Workshop zusammengetragen werden.

„Citation needed“ by futureatlas.com (CC-BY)

Der Workshop wurde von den beiden Studenten im Frontalvortrag gehalten, die Erläuterungen waren anschaulich und nachvollziehbar. Die Kommunikation mit den anderen Teilnehmern fand dagegen nur selten statt, was es uns und letztendlich auch den Workshop-Leitern natürlich die Einschätzung etwas erschwert, wie die anderen Teilenehmer dem Workshop folgen können und ob es noch grundlegende Fragen gibt.

Word vs. LaTeX

Die beiden Workshop-Leiter sind Studenten der Wirtschaftsmathematik, weshalb wir sie geradezu davon abhalten mussten, sich in ihrem Vortrag nur auf dieses Tool zur Textverarbeitung zu beziehen. Zwar hatten sowohl Annett und ich unsere Abschlussarbeiten mit LaTeX geschrieben, genau deshalb war uns aber auch bewusst, dass der Einstieg hier sehr schwer ist (und jeder LaTeX-Nutzer kann das wahrscheinlich bestätigen). der Großteil unserer Studenten arbeitet mit Word und ich glaube, hieran wird sich ohne bequemen WYSIWYG-Editor auch nichts ändern (und der wird vermutlich nie kommen, da wir TeXies die Code-Friemelei so lieben 😉 aber LyX ist doch schon ganz nett).

Die ursprüngliche Ausrichtung auf LaTeX brachte nicht nur mit Beamer erstellten Folien mit sich, sondern auch, dass im Workshop auch auf typische „LaTeX-Fragen“ eingegangen und auf Word übertragen wurden: Unterschiede zwischen Zeilen-, Absatz- und Seitenumbrüchen, Umgebungen für Bilder und Tabellen, Arten zur Seitennummerierung und so weiter. Das sind üblicherweise keine Fragen, die sich der Word-Nutzer stellt, LaTeX-Anwender aber gleich von Anfang an bemerken. Dass diese andere Perspektive diese Inhalte mit sich bringt, hätte ich selbst nicht so gedacht. Eine kleine LaTeX-Einführung gab es dann trotzdem, was die anderen Studierenden (zumindest nach dem 5-Finger-Feddback, was immer besser funktioniert) auch als positiv angemerkt hatten, da die meisten LaTeX vorher nicht kannten. in der kurzen Zeit gab es natürlich keine Möglichkeit, tief in LaTeX einzusteigen, aber das war an dieser Stelle auch nicht nötig.

Dann sind wir wohl bald dran…

Damit war der letzte Workshop der Studenten um. Etwas später im Semester werden Annett und ich noch einen Workshop zum Präsentieren veranstalten. Nach den ganzen Reflexionen hier im Blog haben wir uns die Latte natürlich selbst etwas hoch gehängt. Dazu kommt noch, dass wir zu diesem Termin sehr wahrscheinlich von weiteren Teilnehmern des HDS-Kurses hospitiert werden. Aber wir haben da schon eine Idee…

Workshop Nummer Zwei: Gliedern und Exposé

Unser Workshop zum Thema „Gliedern & Exposé“, will ich ihn mal so nennen, obwohl der Begriff Workshop eigentlich impliziert, dass die Teilnehmer aktiv einbezogen werden, hat nun auch stattgefunden. Die vortragenden Studenten entschieden sich für die Variante der Frontal-Präsentation mit klassischen Powerpiont-Folien. Diese waren der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Veranstaltung. Die beiden Studenten haben sich inhaltlich sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt und dies auch sehr gut für die Workshop-Teilnehmer aufbereitet, indem die Folien nur die wichtigsten Informationen beinhalten und für die Arbeit im Nachgang ein Handout bzw. Merkblatt mit etwas ausführlichereren Informationen zur Verfügung gestellt wird. Im Verlauf der Präsentation lies die Aufmerksamkeit der einiger Teilnehmer kurzzeitig etwas nach. Allerdings gelang es den Vortragenden mit anschaulichen Beispielen die Aufmerksamkeit der Zuhörer wieder zu gewinnen.

Einschätzung des Workshops

Aus fachlicher Sicht haben die Studenten das Ziel des Workshops erreicht. Denn alle fachlich und inhaltlich wichtigen Aspekte des Themas wurden sehr gut ausgearbeitet und vorgetragen. Auch die Bereitstellung des Merkblattes wurde von allen Teilnehmern begrüßt und in der Feedback-Runde mehrfach positiv erwähnt.

Apropos Feedback: An dieser Stelle haben wir das 5-Finger-Feedback-Methode eingesetzt.

Nach meiner kurzen Erklärung welcher Finger wofür steht, forderte ich, dass jeder Teilnehmer zu zwei selbstgewählten Fingern etwas sagen sollte. Auch diesmal das gleiche Spiel, wie beim ersten Workshop: keiner der Teilnehmer wollte den Anfang machen. Wobei ihre Anmerkungen den anderen Studenten helfen sollen ihre Fähigkeiten zu verbessern. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sie nichts „falsches“ sagen wollten.

Unser Kollege Robert, der Anja diesmal vertreten hat, ergriff die Initiative und eröffnete die Feedback-Runde. Ob das vor- oder nachteilig war, lässt sich im nachhinein nur schwer sagen. Denn einerseits war so das Eis „gebrochen“, aber andererseits war Roberts Feedback so ausführlich, da ihm zu jedem Finger etwas eingefallen ist, dass die übrigen Teilnehmern kaum auf weitere Aspekte eingingen.

Alles in Allem hat jeder Teilnehmer Feedback gegeben, aber auch das muss geübt sein und das werden wir in den weiteren Workshops tun.

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